position #3/2012: Keine Chance den Nazis in Schule und Betrieb!

Die neuste Ausgabe der POSITION – Magazin der SDAJ ist draußen. Ab Freitag im Kommtreff! Weitere Infos hier.

Gemeinsam kämpfen, gemeinsam feiern!

3 % bieten die Herren des Kapitals der deutschen Metall- und Elektroindustrie in der aktuellen Tarifauseinandersetzung, während sie gleichzeitig Milliardengewinnen einfahren. Jetzt gilt es, nicht die Fehler aus der ÖD-Tarifrunde zu wiederholen und sich nicht vorzeitig mit der Hälfte abspeisen zu lassen. Dafür müssen wir jetzt Druck machen – und zwar mit Streiks statt schönen Worten.
Vor allem dürfen wir uns im gemeinsamen Kampf nicht spalten lassen. Weder in Stammbelegschaft und LeiharbeiterInnen, noch in Deutsche und Ausländer, wie es die Nazis versuchen. Auf diese Weise schwächen sie uns und spielen den Kapitalisten in die Hände. Um das verhindern, gehen wir als SDAJ in die Offensive:
Bundesweit werden wir in den antifaschistischen Aktionswochen Stadtteile, Jugendzentren, Betriebe und Schulen zu Nazifreie Zonen machen. Warum Schülervertretungen eine ganze Menge mit Antifaschismus zu tun haben und wie wir dort Politik in unserem Interesse machen können, das findet ihr in diesem Heft.
Vom 25. bis zum 28. Mai findet dann in Köln das Festival der Jugend statt. Hier werden wir 4 Tage lang feiern, diskutieren, Kraft tanken – mit spannenden und hochwertigen politischen Runden und einem Musik- und Kulturprogramm, das sich sehen lassen kann!
Wir sehen uns in Köln!

basis’12 · Das bayerische SchülerInnensymposium

http://basis12.de/

Bundesweite Bildungsstreikkonferenz in Nürnberg

Das Bildungsstreik-Bündnis Nürnberg lädt zu einer neuen Bildungsstreik-Konferenz ein:

Im November des vergangenen Jahres haben wir gemeinsam ein Zeichen gesetzt, dass SchülerInnen, Studierende und Azubis immer noch für ihre Rechte kämpfen und auf die Straße gehen. Auch wenn es eines der kleineren Zeichen in der Bildungsstreikbewegung war, so war es doch groß genug um wahrgenommen zu werden. Diese öffentliche Wahrnehmung beruht nicht zuletzt auf einem inhaltlich geschlossenen und bundesweiten Auftreten. Um das auch weiterhin zu garantieren, bzw. um der Bewegung eine geeinte Richtung zu geben und somit eine Position über die Zukunft des „Bildungsstreiks“ zu verfassen, muss es eine gute bundesweite Vernetzung mit – mehr oder weniger – regelmäßigen bundesweiten Treffen geben.
Aus diesem Grund laden wir – das Bildungsstreikbündnis Nürnberg – euch zu einer bundesweiten Bildungsstreikkonferenz am 05./06. Mai nach Nürnberg ein. Sie findet im DIDF-Haus in der Wiesenstraße 86, 90459 Nürnberg statt. (Nächste U-Bahn / Straßenbahnhaltestelle: Aufsessplatz) Sie geht an beiden Tagen jeweils um 10 Uhr los. Die Fahrtkosten werden per Umlagefinanzierung geregelt, sodass jedeR TeilnehmerIn den gleichen Beitrag leistet und es somit zu keinerlei Benachteiligung kommt. Wir sorgen für Mittagessen am Samstag/Sonntag, sowie Abendessen am Samstag und Frühstück am Sonntag. Auch das Essen wird per Umlage finanziert, bzw. geht als TeilnehmerInnen-Beitrag mit in die Umlagefinanzierung ein.
Bitte schreibt bis zum 20. April eine verbindliche Zusage per Mail, mit wie vielen TeilnehmerInnen ihr kommt, damit wir uns um Essen, Schlafplätze, usw. kümmern können. Solltet ihr noch Ergänzungen für die Tagesordnung haben oder sonstige Anträge an die Konferenz, so schreibt uns das bitte auch, die Antragsfrist ist ebenfalls der 20. April!
Zu kontaktieren sind wir unter der E-Mail Adresse: bildungsstreik_nuernberg@yahoo.de
Sollten sich aus organisatorischen Gründen noch Änderungen an der Tagesordnung ergeben, so bekommt ihr diese selbstverständlich auch zugesendet.

Mit kämpferischen Grüßen
Bildungsstreikbündnis Nürnberg

Weitere Infos

Vermiesen wir den christlich-fundamentalen »1000-Kreuze-DemonstrantInnen« den Tag!

Mehr Infos in Kürze…

Tag der Befreiung vom Deutschen Faschismus

Kommt zur antifaschistischen Demonstration am Dienstag 8. Mai, 18:30,
Tanzt und Feiert mit uns den Tag der Befreiung.
Auftakt: Rindermarkt

Am 8. Mai feiern wir das Ende des Nazi-Regimes. An diesem Tag danken wir allen, die für die Befreiung vom deutschen Faschismus gekämpft haben und gedenken aller, die unterdrückt, eingesperrt und ermordet wurden. Der 8. Mai 1945 bedeutete für viele tausend Menschen in den Gefängnissen und Konzentrationslagern die Rettung vor der sicheren Vernichtung. Für viele Millionen Menschen kam der 8. Mai 1945 zu spät, sie waren bereits ermordet worden. Selbst in den letzten Kriegswochen noch wurden alle
verfügbaren Ressourcen mobilisiert, um die Vernichtungsmaschinerie am Laufen zu halten.

Mit dem Ende des Krieges waren jedoch die gesellschaftlichen Bedingungen des deutschen Faschismus nicht beseitigt. Im Zuge der Wiederherstellung der alten Macht- und Eigentumsverhältnisse und der Wiederaufrüstung in der Bundesrepublik wurden Nazi- und Kriegsverbrecher in allen Bereichen der Gesellschaft rehabilitiert und konnten auch wieder in höchste Staats- und Verwaltungsämter zurückkehren. Auch diejenigen Ideologien, die die Grundlage der Weltanschauung der Nazis bilden, wie Antisemitismus, Rassismus, Sexismus, Militarismus und Antikommunismus sind 67 Jahre nach der Befreiung gesellschaftliche Realität.

In den letzten zehn Jahren ermordete die neonazistische Terrorgruppe NSU mindestens 10 Menschen – darunter 9 aufgrund ihres migrantischen Hintergrunds – und verletzte weitere bei Bombenanschlägen. In München wurden 2001 der Gemüsehändler Habil Kilic und 2005 der Handwerker Theodoros Boulgarides erschossen. Der Staat – Polizei und Geheimdienste – hat diese rassistische Killertruppe nicht verfolgt, sondern gedeckt!
Seit Jahren werden die Nazi-Szene, NPD und Kameradschaften vom Staat finanziert, durch Wahlkampfkostenerstattung und Gehälter für Spitzel. Einen rassistischen Hintergrund der Mordserie hat die Polizei immer geleugnet, sprach von „Dönermorden“, stempelte die Opfer zu Kriminellen ab und gab ihnen damit mitschuld an ihren eigenen Tod.

Mit dem Wissen, dass wir den Kampf gegen Faschismus und Rassismus in die eigene Hand nehmen müssen, feiern wir am 8. Mai den Tag der Befreiung. Wer nicht feiert, hat verloren!

Pressemitteilung des SDAJ-Bundesvorstandes

8. Mai: Wir wurden befreit – kapituliert haben die Anderen!

Während LehrerInnen im Geschichtsunterricht und offizielle VertreterInnen der Bundesrepublik gerne von der deutschen Kapitulation reden, sprechen wir immer noch vom Tag der Befreiung. An diesem Tag haben die Deutschen keine schwere Niederlage erlebt – an diesem Tag wurde die schlimmste Herrschaft in der Geschichte Deutschlands beendet.

Schon kurz nach der Machtübertragung an Hitler wurden Mitglieder der KPD, SPD und der Gewerkschaften in Konzentrationslager verschleppt. Viele von ihnen haben den Tag der Befreiung nicht mehr erlebt. Der sogenannte Reichsarbeitsdienst, sorgte dafür, dass tausende Menschen zu Zwangsarbeitern und Zwangsarbeiterinnen wurden, ohne Rechte, geschweige denn einer Vertretung in Form von Betriebsräten. Die Gewerkschaften waren zu diesem Zeitpunkt schon zerschlagen.

In der Folge dieser Herrschaft wurden dann alle, die nicht ins faschistische Weltbild passten, deportiert und systematisch ermordet. Egal ob Menschen mit jüdischem Glauben, Homosexuelle, Menschen mit Behinderungen, Roma und Sinti oder politische GegnerInnen. Die deutsche Wehrmacht war bei all diesen Verbrechen beteiligt. So organisierte sie die Zusammentreibung von jüdischen Menschen um diese dann in Massengräbern zu erschießen. Unter dem Vorwand Partisanen zu bekämpfen wurden Dörfer ausgerottet, Frauen, Kinder und ganze Familien wurden gefoltert und ermordet.

Nazifreie Zonen gegen das Vergessen

Als am 8. Mai 1945 das faschistische Deutschland kapitulierte, atmeten nicht nur die überfallenen Nationen auf, sondern es bedeutete auch für viele Menschen in den Konzentrationslagern, dass sie das Unglaubliche überlebt hatten.

Aus diesem Grund ist dieser Tag der Tag, an dem wir all jenen Gedenken, die das Grauen beendeten, die die Welt vom faschistischen Terror befreiten. Nach dem 8. Mai 1945 gab es zwei Losungen an denen die Zukunft Deutschlands gemessen werden sollte. Nie wieder Krieg und nie wieder Faschismus.

Seit 1999 nimmt Deutschland wieder an Angriffskriegen teil, ist mit seinen Truppen rund um die Welt präsent und baut seine Armee von einer wehrpflichtigen Verteidigungsarmee zu einer Berufsarmee um, die eine klare Angriffsarmee wird. Dem gilt es, sich zu widersetzen und aufzuzeigen, dass von diesem Land nie wieder Krieg entstehen darf, dass deutsche Profitinteressen nicht noch einmal die Welt in Schutt und Asche versetzen dürfen.

Wir leben derzeit nicht in einem faschistischen Staat. Dennoch stellen sich einige Fragen, die einen beängstigenden Beigeschmack haben. Wie konnte der sogenannte „Nationalsozialistische Untergrund“ (NSU) über mehrere Jahre Menschen ermorden, obwohl staatliche Organe vom Treiben der Gruppe wussten? Wieso wird eine faschistische Partei wie die NPD durch Steuergelder finanziert, obwohl Mitglieder dieser Partei den „NSU“ mit Waffen versorgten? Wieso wird die Versammlungsfreiheit von FaschistInnen mit brutaler Gewalt durchgesetzt, während antifaschistischer Protest kriminalisiert wird?

All diese Fragen lassen uns zu einem Schluss kommen: Der Tag der Befreiung muss gefeiert werden, damit niemals vergessen wird, warum die Losung “Nie wieder Krieg, Nie wieder Faschismus” auch heute noch aktuell ist.

Internationaler Kampftag der Arbeiterklasse

Weitere Infos in Kürze…

Gegen die Nazimahnwache am 25.4 in München


Am Mittwoch, dem 25. April 2012 wollen Neonazis in der Münchner Innenstadt eine Mahnwache in Erinnerung an den ehemaligen Wehrmachtssoldat und Altnazi Reinhold Elstner durchführen. Elstner hatte sich 1995 vor der Feldherrnhalle in Brand gesetzt und ein geschichtsrevisionistisches Schreiben hinterlassen. Seit vielen Jahren nimmt die Münchner Neonaziszene seinen Todestag zum Anlass, mit Mahnwachen und Kundgebungen ihre geschichtsrevisionistische, rassistische und antisemitische Propaganda in die Öffentlichkeit zu tragen. Die Inszenierung des Altnazis und Wehrmachtssoldaten als „armes Opfer“ dient ihnen dazu, die wirklichen Opfer des Nationalsozialismus, die eingesperrten, gefolterten und ermordeten Jüd_innen, Romni_ja, Sinti_za, Homosexuellen, Transgender, „Behinderten“, politische Gegner_innen und viele anderen mehr, zu verhöhnen.

Das lassen wir nicht zu: Für ein würdiges Gedenken und Erinnern an die Opfer und keine Träne für die Täter_innen!

Zeigen wir den Nazis gemeinsam, dass sie weder in München, noch sonst irgendwo etwas verloren haben! Kommt am Abend des 25. April 2012 zum Stachus in München. Machen wir gemeinsam die Nazimahnwache zum Debakel!

Weitere Infos folgen…

 

28.04.12 // If I can’t dance… – Nachttanzdemo zum 1. Mai 2012

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Buchempfehlung: »Neues vom Hauptfeind – Analysen zum deutschen Imperialismus«

Sammelband mit marxistischen Analysen, neu erschienen in der edition ost


Buch: “Neues vom Hauptfeind” // edition ost // 2012 Beiträge und Referate der I. und II. Konferenz “der Hauptfeind steht im eigenen Land” (2009 und 2010 in Göttingen) sind in einem Sammelband erschienen: Neues vom Hauptfeind. Analysen zum deutschen Imperialismus edition ost 2012, Hrsg.: Johannes Oehme ISBN: 978-3-360-01836-6 224 Seiten, 12,5 x 21 cm broschiert [ » Verlagsinfo ], 9,95 Euro [D], 10,30 Euro [A] Das Buch ist im Handel erhältlich. Bezug über den Verlag: [ » Shop ].

Die gesellschaftliche Lage in der BRD und die aktuelle Stellung des deutschen Imperialismus in Europa und der Welt werfen wichtige Fragen auf, um deren Beantwortung sich die Autoren dieses Buches nicht als windige Börsen-Analysten, sondern als scharfe Kapital-Analytiker verdient machen.

Wie hat die deutsche Monopolbourgeoisie es geschafft, trotz zweier von ihr angezettelter Weltkriege wieder zum »global player« zu avancieren?

Was treibt sie nach 1990, nach Einverleibung der DDR, wirtschaftlich, militärisch und »volks«-politisch in China, in Afrika, im Kaukasus und Kosovo?

Wie hält sie die Arbeiterbewegung in Schach und kauft ihre Funktionäre ein? Wie steht sie aktuell zur faschistischen Herrschaftsoption?

Welche kritischen Erkenntnisse hat die DDR gegen sie gesammelt und der demokratischen Bewegung hinterlassen?

Und auf welcher politischen Grundlage kann sie effektiv bekämpft oder zumindest eingeschränkt und von neuerlichen Kriegen und Weltkriegen abgehalten werden?

Der Band versammelt politische Untersuchungen auf der methodischen Grundlage der leninschen Imperialismustheorie und fördert teils sehr wohl Bekanntes, teils Neues über die allseits unterschätzte imperialistische deutsche Großmacht und ihren Staat BRD zu Tage. Die Autoren der Beiträge kommen aus dem Umfeld der Kommunistischen Arbeiterzeitung, der jungen Welt, konkret, Theorie und Praxis, offensiv, Marxistische Blätter.

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Neues vom Hauptfeind – Analysen zum deutschen Imperialismus

Wie hat es die deutsche imperialistische Bourgeoisie geschafft, trotz zweier von ihr angezettelter Weltkriege wieder zum »global player« zu avancieren? Was treibt sie nach Einverleibung der DDR wirtschaftlich, militärisch und »volks«-politisch in China, in Afrika, im Kaukasus und Kosovo? Wie hält sie die Arbeiterbewegung in Schach? Und auf welcher politischen Grundlage kann sie bekämpft, eingeschränkt, von neuen (Welt-)Kriegen abgehalten werden? Politische Analysen über die unterschätzte imperialistische deutsche Großmacht und ihren Staat BRD.

edition ost 2012Verlagsinfoedition ost Website ]
Hrsg.: Johannes Oehme

224 Seiten, 12,5 x 21 cm broschiert

D » 9,95 Euro ] [ A » 10,30 Euro ]
ISBN: 978-3-360-01836-6 – Bezug » über den Verlag

Zugtreffpunkt für die gemeinsame Fahrt nach Braunau (A)

Zur Demo Braunau gegen Rechts – gemeinsam gegen rechte Gewalt am 14. April 2012 gibt es für die gemeinsame Anreise aus München einen Zugtreffpunkt. Wir treffen uns um 11.30 Uhr am Hauptbahnhof München unter der großen Anzeigetafel. Die Demo beginnt in Braunau/Inn in Österreich um 15.00 Uhr. Hin- und Rückreise mit dem Bayernticket kostet ca. 6 EUR pro Person.

Aufruf und weitere Informationen findet Ihr unter http://www.braunau-gegen-rechts.at/